Acht neue Sanitäter verstärken die Freiwillige Feuerwehr Aalen

Am vergangenen Wochenende haben acht aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Aalen ihre Ausbildung zum Sanitäter erfolgreich abgeschlossen.

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In ihrer Freizeit haben Sascha Graser, Carolin Klopfer, Tobias Lindner, Kurt Lindorfer, Jens Lohau, Stefan Spiller(alle Abt. Ebnat-Waldhausen), Oliver Hahn und Jens Nothdurft (beide Abt. Aalen) sowie Marisa von Maillot (DRK-Bereitschft Aalen) die Fortbildung zum Sanitäter beim Deutschen Roten Kreuz in Aalen erfolgreich absolviert.

In den insgesamt 60 Unterrichtseinheiten setzten sich die Nachwuchssanitäter mit Theorie und Praxis der Lebensrettung auseinander. Helmut Gentner (DRK) und sein Ausbildungsteam setzten dabei die Schwer-punkte auf die Anatomie des menschlichen Körpers, das Erkennen von Notfällen und akuten Zuständen sowie auf die damit verbundenen einzuleitenden Maßnahmen. Neben den theoretischen Grundlagen befassten sich die Lehrgangsteilnehmer intensiv in praktischen Übungen damit, wie sie lebensbedrohliche Zustände erkennen können und was sie tun können, um dem Verletzten oder akut Erkrankten zu helfen. Dabei setzten sie erweiterte Maßnahmen der Ersten Hilfe ein und benutzten spezielle Ausstattungen aus dem Sanitäts- und Rettungsdienst um für Ihren Einsatzalltag gerüstet zu sein.Ein Schwerpunkt lag natürlich auf der Herz-Lungen-Wiederbe-lebung. Wichtig war aber auch, die verschiedenen simulierten Symptome bei unterschiedlichen Verletzungen zu deuten und entsprechend zu handeln.

Für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Aalen war dies der erste so umfang- reiche Lehrgang in Sachen Sanitätsdienst, nachdem die Ausbildung beim DRK umgestellt wurde. In den vergangenen Jahren hatten mehrere Kameraden bereits den Lehrgang San-A (24 Unterrichtseinheiten) absolviert.
Bei der schriftlichen Prüfung rauchen die Köpfe

Rettungskette ergänzen

Neben einer theoretischen Prüfung wurden die Prüflinge mit einer dreiteiligen praktischen Abschluss- prüfung konfrontiert, die vom Herzinfarkt über Herz- Lungen-Wiederbelebung bis zum Fahrradsturz und damit verbundenem Polytrauma reichte. Jeder der Absolvent/innen konnte sich hier als "H E L D" beweisen. Denn auch im Sanitätsdienst gilt der der Grundsatz: $(list:ol:H ilfe herbeiholen~E rmutigend auf den Patienten einwirken~L ebenswichtige Vitalfunktionen prüfen und sichern~D ecke reichen, um den Patienten warm zu halten)$ Die Kameraden/Kameradin der Freiwilligen Feuerwehr Aalen können nun den Rettungsdienst bei Schadenlagen noch besser unterstützen und sind auch bei eigenen Übungen in der Lage, umfangreichere Hilfe am "Opfer" oder an verletzten Kollegen zu leisten, bis der Rettungsdienst übernimmt. Der für den Ausrückebereich der Feuerwehr Ebnat-Waldhausen zuständige Rettungsdienst befindet sich in Aalen und Neresheim und benötigt im Notfall ca. 10 Minuten bis zum Eintreffen am Einsatzort. Gerade im Notfall kann jede Minute über Leben und Tod entscheiden! Die neu ausgebildeten Sanitäter sollen bei Feuerwehreinsätzen wie z.B. Verkehrsunfällen die Zeitspanne bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken. Bereits bei kurzen Zeitvorteilen sind diagnostische und therapeutische Maßnahmen mögliche. Im Vordergrund stehen dabei die Verfahren des Monitorings (Entwicklung des Gesundheitszustandes des Betroffenen) und der medizinischen Erstversorgung mittels korrekter Lagerung, der Sauerstoffzugabe und der Wundversorgung.

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