Gemeinderat besuchte Feuerwehr

„Ich bin dankbar über das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr. Es ist wichtig, dass wir es haben und dass wir mit der Feuerwehr auf unvorgesehne Schadensereignisse sehr gut reagieren können.“ Dies sagte Oberbürgermeister Martin Gerlach, als er zusammen mit dem Gemeinderat am vergangenen Mittwochabend die Feuerwehr im Aalener Rettungszentrum besuchte.

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Anlass des Besuches war der Wunsch, die Gemeinderäte vor Ort über die Leistungsfähigkeit der ältesten Selbsthilfeeinrichtung der Stadt, wie sie von OB Gerlach bezeichnet wurde, zu informieren. Die Gemeinderäte konnten sich ein eindrucksvolles Bild machen, welche Anforderungen an Mensch und Technik heutzutage an eine Freiwillige Wehr gestellt werden.

Keine Probleme in der Einsatzbereitschaft

Zusammen mit den Abteilungskommandanten informierte Kai Rudolf Niedziella, Kommandant der Gesamtwehr, dass zur Zeit rund 260 ehrenamtliche Feuerwehrleute ihren Dienst in den Abteilungen leisten. Dadurch bestehen keine Probleme bei der Einsatzbereitschaft. Man könne in 73 Prozent der Einsätze die sogenannte Hilfsfrist von zehn Minuten einhalten. Die Hilfsfrist ist die Zeit von der Alarmierung des Feuerwehrmannes zum Beispiel in seiner Wohnung oder am Arbeitsplatz bis zum Eintreffen am Schadensort. „Für eine Freiwillige Feuerwehr in einer Flächenstadt eine gute Zahl“, bemerkte Niedziella.

Investitionsbedarf

Größere Investitionen in Gebäude stehen in den nächsten Jahren nicht an. Jedoch müsse man, so Niedziella, in den nächsten Jahren in Fahrzeuge, Ausrüstung und die Einführung des Digitalfunks investieren. Die mittelfristige Finanzplanung der Stadt sehe dafür in den Jahren 2008 bis 2010 einen Gesamtbetrag von rund 1,3 Millionen Euro vor. Unter anderem soll mit diesem Betrag das Ölspurwaschfahrzeug und ein Rüstwagen ersatzbeschafft werden. Die Feuerwehr sieht darüber hinaus einen Bedarf für eine weitere Drehleiter, welche in Städten in der Größenordnung Aalens üblich ist. Für die Feuerwehr ist dieser Bedarf deshalb gegeben, weil in den letzten Jahren viele höhere Häuser hinzugekommen sind und auch zum Beispiel das Ostalbklinikum und die Hochschule erweitert wurden. Wenn weitere Drehleitern bei einem Brand benötigt werden, müssen diese entweder aus Neresheim, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd oder Heubach angefordert werden, was zu einer zeitlichen Verzögerung der Rettungsaktion führen kann.

In den Jahren 2011 bis 2014 stehen weitere Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen an. Einige dieser Fahrzeuge seien dann bereits zwischen 20 und 25 Jahren im Einsatz und müssen ausgetauscht werden, so Niedziella abschließend.

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