Großübung Bahn

Über 300 Rettungskräfte und an die 50 (gestellte) Verletzte waren am Samstag den 21.07.2012 an einer Übung am Aalener Bahnhof beteiligt.

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Als Übungsfall wurde ein Zusammenstoß zweier Personenzüge angenommen. Etwa 50 Verletzte wurden von den Jugendfeuerwehren der Feuerwehr Aalen gestellt. Die Hälfte der Jugendlichen wurde im Vorfeld der Übung vom MHD geschminkt, die restlichen Darsteller hatten keine äußerlichen Verletzungen. Für die technische Rettung wurden von der Bahn zwei Güterwaggons zum Präparieren bereitgestellt. Diese Wagen wurden von der Feuerwehr mit Hilfe des THWs an einer Verladestadion der Bahn so präpariert, dass die verschiedensten Geräte zum Einsatz gebracht werden mussten.  An diesen Waggons wurde der Zusammenstoß des Zuges dargestellt. Ein auszumusternder Personenwagen, den man mit Schneidgeräten bearbeiten konnte, stand bei der Übung leider nicht zu Verfügung. Deshalb wurden die Güterzüge und mehrere Personenwägen am Gleis 13 des Güterbahnhofes in Aalen abgestellt. Eine Sperrung der Nebengleise wurde im Vorfeld von der Bahn organisiert. Sicherheitshalber wurden die nicht gesperrten Gleise mit Absperrband und eines Sicherheitsbeauftragen abgesichert. Da in den letzten Personenwagen ein Brand simuliert werden sollte, wurde beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte ein Brand simuliert. Übungsbeobachter wurden an den verschiedenen Stadtionen eingewiesen und mit einer Weste gekennzeichnet, um bei der Übung den Einsatzkräften kurze Anweisungen zu geben. Nachdem alle Verletzten im Zug untergebracht wurden, konnte die Übung nach 14 Uhr beginnen.

Während der Übung

Übungsverlauf

Da alle Rettungskräfte in verschiedenen Bereitstellungsräumen waren, wurden diese über zwei verschiedene Funkkanäle zum Übungsort über die Leitstelle Ostalb gerufen. Nachdem die ersten Führungskräfte vor Ort waren, begannen diese gleich mit der Lageerkundung. Während Erkundungsphase wurden die Führungskräfte von mehreren Übungsbeobachtern zusätzlich mit verschiedenen Informationen versorgt. Teilweise wurden schon weitere Einsatzkräfte nachgefordert. Die Einsatzstelle galt es als Erstes zu organisieren. Es wurden Verletztenablagestellen eingerichtet, Bereitstellungsräume der unterschiedlichen Organisationen geschaffen, Transport der Verletzten vom Unfallort zum Verletztenablageplatz koordiniert, Sichtung der Patienten, Verteilung und Behandlung nach Verletztenanhängekarten mit anschließendem Abtransport in verschiedene Kliniken organisiert, Rettungsmittel an die Unfallstelle gebracht, Brandbekämpfung der Güter und Personenwagen eingeleitet. Bei der Einsatzleitung trafen sich die Fachberater der Bahn, THW, Bundespolizei, Rettungsdienst und Feuerwehr um unterschiedliche Anliegen zu hinterfragen und zu koordinieren. Fazit der Übung Bei allen Organisationen wurde die Übung als notwendig angesehen, um an der Kommunikation der Organisationen zu arbeiten und die Arbeitsweisen der unterschiedlichen Rettungskräfte besser zu verstehen, um dies für einen Realeinsatz zu verbessern. Jeder der Rettungskräfte hatte verschiedene Eindrücke beim Übungsverlauf. Diese Eindrücke wurden bei den Hilfsorganisationen gesammelt und im Rahmen einer Nachbesprechung der Führungskräfte besprochen.

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