Hauptübung der Abteilung Wasseralfingen-Hofen

Viele Schaulustige ließen es sich nicht nehmen, am Samstag bei der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Wasseralfingen-Hofen zuzuschauen. Wieder einmal hatte die Abteilung zusammen mit der Jugendfeuerwehr, Feuerwehrleuten aus Aalen und mit der Ortsgruppe Wasseralfingen des DRK gezeigt, wie gut sie Hand in Hand im Einsatz zusammenarbeiten.

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Hilferufe kommen aus dem obersten Stockwerk des alten Schnepf-Gebäudes am Stephansplatz. Acht Schüler sind zusammen mit ihrem Lehrer in der Nachhilfeschule im zweiten Obergeschoss eingeschlossen. Über die Holztreppe im Gebäudeinneren können sie nicht flüchten. Im Ladenlokal im Erdgeschoss haben sich durch einen technischen Defekt Verpackungsmaterialien entzündet.

Die starke Rauchentwicklung hat sich schnell auf das Treppenhaus ausgebreitet. Es geht um Menschenrettung und um die Bekämpfung des Brandes.
Mit insgesamt zehn Fahrzeugen rücken die Einsatzkräfte heran, um dem simulierten Szenario Herr zu werden, und die im oberen Stockwerk Gefangenen zu retten und zu versorgen. In der Wilhelmstraße, auf Höhe Stephansplatz, ist fast kein Durchkommen. „Im Ernstfall wäre sie gesperrt worden“, sagt Abteilungskommandant Christan Albrecht. Die Freiwillige Feuerwehr muss die Menschenrettung über eine Drehleiter am Stephansplatz sowie über eine tragbare Leiter an der Gebäudeseite zur Wilhelmstraße hin durchführen. Während der Einsatzübung sind vier Atemschutztrupps zur Menschenrettung und zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die gehfähigen, vom Schock gezeichneten Verletzten werden geborgen und erstversorgt. Zwei Schwerverletzte, die ins Krankenhaus müssen, meldet der Einsatzleiter des DRK, Siegfried Graessle. Die „Verletzten“ wurden unter der Leitung von Andrea Dangelmaier durch die „Realistische Notfalldarstellung“ der DRK-Ortsgruppe Wasseralfingen mit entsprechenden Wunden und Verletzungen präpariert. Sehr zufrieden zeigten sich Abteilungskommandant Albrecht und Einsatzleiter Manfred Klopfer nach der Übung. „Großartig“, kommentierte Ortsvorsteher Karl Bahle, der ebenso wie die Leiterin des Rechts- und Ordnungsamts, zur Hauptübung kam. Bahle zeigte sich beeindruckt vom nicht selbstverständlichen, ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute und des Roten Kreuz.

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