" Ouaga ist ein heißes Pflaster ! "

Reisebericht unseres Kameraden Herbert Frank zu seinem Besuch bei der Feuerwehr von Ouagadougou in Afrika.

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"Ouaga", so nennen die Einheimischen liebevoll ihre Hauptstadt Ouagadougou. Sie liegt in Burkina Faso im Westen des schwarzafrikanischen Landes und hat ca. eine Million Einwohner. Der Staat ist eines der ärmsten Länder der Welt. Landessprache ist Französisch. Die meisten sprechen aber nur ihre Stammessprache.
Wie kommen zwei Aalener nach "Ouaga"? Die Antwort ist nahe liegend. Wir, nämlich Herbert Frank, Mitglied der Altersabteilung der Feuerwehr Abteilung Aalen und meine Lebensgefährtin Renate Mahler, wollten die Tochter und die kleine Enkelin besuchen. Die Tochter arbeitet dort im Entwicklungsdienst.
Für einen altgedienten Feuerwehrmann ist es selbstverständlich, der örtlichen Feuerwehr einen Besuch abzustatten. Es war nicht einfach, denn die Feuerwehr ist militärisch gegliedert und untersteht dem Innenminister. Es hat doch geklappt. Vom Feuerwehr-Chef persönlich begrüßt wurde uns alles gezeigt.
Tanklöschfahrzeug

Löschwasser ist Mangelware

Die Zentrale besteht aus zwei Telefonen. Zwei Tanklöschfahrzeuge mit 2000 und 7000 Litern Wasser, eine Leiter zum Kurbeln und mehrere Kleinbusse für den Krankentransport ist die gesamte technische Ausrüstung. Atemschutz gibt es nicht. Die Beladung der Fahrzeuge wird nach Bedarf geändert. Der Aktionsradius beträgt 150km. Es gibt nur wenige Einsätze pro Monat. Im Januar und Februar am wenigsten. Es fehlt am Geld und häufiger Stromausfall lässt keine Meldungen durch. Hydranten gibt es keine. Löschwasser ist Mangelware. Es steht nur das Wasser der Tanklöschfahrzeuge zur Verfügung. Ouagadougou ist in drei Löschwasserzonen aufgeteilt. Nur eine Zone hat in einem bestimmten Turnus Löschwasser. Brennt es in einer anderen Zone wird die Bevölkerung über Rundfunk aufgefordert, mit Gefäßen und wenn möglich auch mit Wasser zu einem bestimmten Sammelpunkt zu kommen. Echte Feuerwehrkameradschaft gibt es auch in Afrika. Der örtliche Kommandant sowie der Feuerwehrchef des Landes luden uns spontan zu einer Flasche Bier ein. Ein Labsal bei vierzig Grad im Schatten. Wir erfuhren auch, dass das Führungspersonal in Deutschland und die Mannschaften in Frankreich ausgebildet werden. Eine Feuerwehrmütze, mein Leistungsabzeichen in Gold sowie diverse Kleinigkeiten erfreuen jetzt den Kommandanten. Dafür wurde uns sogar erlaubt zu fotografieren. Wir haben versprochen Kontakt zu halten. Als die dreiwöchige imposante Reise endete, schrieb ich in mein Tagebuch: "Afrika ist sehr schön." Herbert Frank

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