Marsch trifft Techno

"Herr Stabführer, darf ich bitten!" Er lässt sich das nicht zweimal sagen und führt mit "When the saints go marchin' in" in die Glück-Auf-Halle. Keine Heiligen, sondern den Spielmannszug der Feuerwehr Aalen. Zusammen mit den Gastgebern vom Harmonika Club Hofen gaben sie ein facettenreiches, anspruchsvolles Doppelkonzert.

(© )
Der einzige Schatten dieser Premiere: Nur gut halb voll die Halle, viele Sitzreihen verwaist. Schade, denn die ambitionierten Konzerte des HCH sind stets auf hohem musikalischen Niveau und taugen "für jung und alt". Denn nicht nur Werke von Ludwig van Beethoven, John Lennon, "Kool & the Gang" oder das dahin schwebende "El Condor pasa" kommen zur Aufführung, sondern auch "Rock Stars" und sogar "Techno-Time".
Ganz von Marsch und Polka geprägt der Spielmannszug mit großem Register, Pfeifen, zwei Lyren: Der Bozener Bergsteiger-Marsch, der des Kronprinz oder der York'sche, aber auch "Sister Act" oder der schwierige "Laridah Marsch". Mehrere kleine Konzerte bieten der Spielmannszug (Stabführer und Dirigent Uwe Weitmann) - ein "echter" übrigens, weil ohne Fanfaren - Jugendorchester (Dirigentin Nicole Mayer) und Cluborchester (Dirigent Andreas Krebs). Initiiert hatte die Idee des Doppelkonzerts der ehemalige Dirigent Sascha Krebs, der durch den Abend führte und moderierte: Er hat freundschaftliche Kontakte zum Stabführer und zu Jens Kaiser, der die Lyra, das "vertikale Xylophon" spielt. Außerdem präsentierte sich in Hofen der Spielmannszug im 150. Jubiläumsjahr der Aalener Feuerwehr. Wie gesagt: Schade, dass das Verhältnis Musiker-Zuschauer etwa bei 3:1 lag. Denn nur knapp 200 Gäste waren auf den Kappelberg gekommen. (Quelle:Schwäpo)

Veranstaltungs-Highlights

Veranstaltungen