Wir machen das "schlechte" Feuer weg

Stahl soll brennen können? Den Beweis bleibt der „Lehrer“ an der „Feuerwehrschule“ nicht schuldig. Denn mit ihrer Ferienaktion im Rettungszentrum vermittelte die Aalener Feuerwehr spielerisch Infos und Tipps zur Brandvermeidung und vieles über die Feuerwehr und deren Geräte.

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„Darf ich noch mal mitfahren?“, fragt ein Junge, der gerade mit den anderen eine Runde im Feuerwehrauto drehte und sich schon wieder in die Schlange eingereiht hat. Später werden die Fahrzeuge wie der Vorausrüstwagen, das Löschfahrzeug und die Drehleiter genau erklärt oder gezeigt, wie ein Feuer in einer Brandwanne fachmännisch gelöscht wird.

Alles dreht sich ums Feuer und wie man einen Brand verhindert, mit einer Art Schulstunde im „Experimentierlabor“ im Rettungszentrum. Die interessierten Kinder lernen beispielsweise, dass ein Feuer in einem Kinder- oder Jugendzimmer mit seiner Einrichtung aus Holz und Plastik sich in drei Minuten zu einem fast unlöschbaren Vollbrand entwickeln kann oder dass Stahlwolle in Verbindung mit einer Batterie ziemlich gut brennt. Oder dass es gute, den Menschen sehr nützliche Feuer und eben das „schlechte“ Feuer gibt. „Die Feuerwehr ist dazu da, das schlechte Feuer wegzumachen“, erklärt Jens Nothdurft, zuständig für die Brandschutzerziehung.
Es geht auch um das Thema Rauchmelder. „Meine Tante hat so einen“, meldet sich jemand. Wenn in der Zeitung steht, erklärt Nothdurft, dass in einem Haus oder in einer Wohnung eine Familie verbrannt ist, waren die meist schon vorher erstickt, wirbt der „Feuerlehrer“ für die Rauchmelder. Es sei, sagt Nothdurft, erstaunlich, wie viel Wissen bei den Kindern hängen bleibe, wie viel sie im Kopf behalten. Es sei extrem, wie viel Kindergärten und Schulen in diesem Jahr bereits einen Info-Tag bei der Feuerwehr besucht hätten. ©Aalener Nachrichten / Ipf- und Jagst-Zeitung 17.08.2010

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